Am nächtsten Morgen ist der Zug dann mit geringer Verspätung in Mumbai angekommen. Daher war es mal wieder viel zu früh für alles, also Frühstück, einchecken, etc. Ich habe dann zusammen mit dem Amerikaner, der mit mir im Zug war, erstmal nen Kaffee getrunken. War wieder so nen Instant Scheiss, also schrecklich. Er hatte noch kein Hotel, und da die Hotels im Mumbai viel zu teuer sind haben wir uns dazu entschieden, mein reserviertes Zimmer zu teilen. Wir sind dann also recht früh zum Hotel und haben unser Gepäck abgegeben. Danach gings zum Frühstück und anschliessend zum Sightseeing. Durch das schlechte Essen und meine damit zusammenhängende Krankheit habe ich ja beim ersten Besuch nicht viel von Mumbai gesehen und noch einige Sehenswürdigkeiten offen gehabt. Wir sind dann erstmal zum Sasson Dock, wo die Fischer ihren Fang ausladen. Dort ist das Fotografieren leider verboten. Nach einem kurzen Rundgang war auch sofort klar warum: Hier hocken nämlich überall Kinder und pulen die Krabben. Interessant wars aber trotzdem. Danach sind wir auf dem Weg zu einem Einkaufszentrum noch an einem Slum vorbei. Wirklich rein in den Slum sind wir aber nicht, da wir von der Sicherheit nicht hundertprozentig überzeigt waren. Das Einkaufszentrum war dann eine einzige Enttäuschung. Eigentlich sollten die Geschäfte um 10 Uhr öffnen, aber um 10.30 Uhr war natürlich kaum was auf und wir sind dann unverrichteter Dinge weiter. Danach sind wir zurück zum Hotel um unser Zimmer zu begutachten. Wir wollten sichergehen das wir noch reklamieren können, falls wir ne Bruchbude bekommen. Nach dem Mittagessen und dem Versuch im Internet zu surfen gings zu weiteren Sehenswürdigkeiten. Erst zum Dhobi Ghat, einem Areal wo fast die gesamte Wäsche von Mumbai von Hand gewaschen wird. Dann zu einer Moschee, die nur bei Ebbe per Fußweg besucht werden kann und anschließend weiter um den Sonnenuntergang an einem bekannten Strand anzusehen. Zurück im Hotel haben wir uns dann kurz frisch gemacht und sind noch in eine bekannte Bar (Leopold's, kennt man u.a. aus Shantaram) auf ein Bier. Die Preise dort waren aber fast schon unverschämt, so dass wir zeitig weiter zum Abendessen sind. Da ich am nächsten Tag ja die Reise nach Hanoi vor mir habe, hab ich mich den ganzen Tag an Läden aus dem Lonely Planet gehalten. So auch beim Abendessen. Daher waren auch hier die Preise fast schon unverschämt, wenn auch das Essen (Pasta) richtig gut war.
Am nächsten Morgen habe ich mich dann erstmal in Ruhe fertig gemacht und vorgepackt. Mein Flug ging ja erst um 23:50 Uhr und weil der Amerikaner noch 2 weitere Nächte in Mumbai bleibt kam keine Hektik auf, da das Zimmer ja nicht bis 12 geräumt werden muss. Außerdem hatte ich alle meiner Meinung nach interessanten Sehenswürdigkeiten von Mumbai gesehen. Nach dem Frühstück sind wir dann auch nur noch kurz ein wenig Shoppen gegangen. Die Ledertasche, die mich interessiert hat, habe ich aber nicht gefunden. Danach haben wir noch bei einem Brunnen kurz zum fotografieren gestoppt. Das hat einem Köter nicht so gut gefallen und der hat auf einmal angefangen zu kläffen. Da der angebunden war, war das aber erstmal kein Problem. Nur nach einigen Minuten kam dann auf einmal ein zweiter Köter an, der von dem gekläffe des ersten irgendwie aktiviert wurde. Und der ist uns dann auch noch nach und gab keine Ruhe. Das einzige was der dann verstanden hat, war als ich einen dicken Bambusstock aufgehoben habe. Auf einmal gab der nämlich Ruhe und hat sich zurückgezogen. Nach dem späten Mittagessen bin ich dann früh zurück ins Hotel um in Ruhe alles fertig zu machen. Das Taxi habe ich ja schon im Hotel vorbestellt, aber pünktlich wars natürlich trotzdem nicht. Naja, ich plane ja für meine Trips immer mehr als genug Puffer ein, so dass es kein Problem war. Dieses Mal war dann auch der Verkehr viel schlimmer und so habe ich über 1,5 Stunden zum Flughafen gebraucht. Dort war dann mal wieder ständig Ticket und Pass zeigen angesagt. Immerhin habe ich beim einchecken noch Notausgangsitze bekommen und mein Gepäck ist endlich runter (nur noch 15,1 Kilo im Rucksack). Nach Immigration und Security Check, die auch wieder ziemlich lange gedauert haben, wollte ich eigentlich meine restlichen Rupien in US Dollar tauschen. Aber die Rate und die Gebühren waren eine Unverschämtheit. Ich habe mir dann lieber eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt. Danach hatte ich aber immernoch 560 Rupien (nicht ganz 10 Euro) übrig und habe mir noch ein weiteres Buch gekauft.
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