Donnerstag, 30. Dezember 2010

Goa


In Goa bin ich dann gegen 17.15 Uhr gelandet. Die Gepäckausgabe ging recht zügig, so dass ich um 17.45 Uhr im Taxi nach Benaulim saß, der ruhigen Ecke in Südgoa. Diese habe ich mir auch wegen de Preisleistungsverhältnisses rausgesucht. Der Taxifahrer wusste zwar nicht genau wo ich hinwollte, hat mich dann aber relativ zentral rausgelassen und nach 15 Minuten zu Fuß war ich auch im Guesthouse. Glücklicherweise hatten die noch ein Zimmer, in dass ich zügig einchecken konnte. Und mit 350 Rupien (ca. 6 Euro) ist es auch noch wirklich günstig. Ich habe ja in Goa wegen der absoluten Hauptsaison zu Weihnachten und Neujahr eher mit 600 oder mehr Rupien gerechnet. Nachdem ich meinen Kram ins Zimmer gepackt hatte bin ich noch ins Restaurant zum Abendessen.
Die Nacht konnte ich dann nicht gut schlafen, da ich leider noch nicht ganz gesund war. Ich hoffe das legt sich die nächsten Tage noch. Da ich aber in den 5 Tagen in Goa außer entspannen eh nix geplant habe und ich mich auch nicht wirklich krank fühle geht das schon. Ich muß nur sehen, dass ich vor meiner Rückkehr nach Mumbai alles auskuriert habe. Am Morgen habe ich dann nach dem Frühstück erstmal den Papierkram im Hotel erledigt und danach den Ort ein wenig erkundet. Der Strand ist auf jeden Fall schonmal nett, wenn auch nicht der schönste. Aber Strand brauch ich nach fast 3 Monaten auf Tour jetzt wirklich mal. Gleichzeitig habe ich mich auch mal bei Roller- und Motorradvermietern informiert, da ich an einem Tag auf jeden Fall Goa erkunden will. Am ersten Tag habe ich es aber erstmal ruhig angehen lassen und auch die pralle Mittagssonne gemieden, da ich die nächsten 2 Monate noch mehr als genug Zeit zum sonnen haben werde und nicht gleich am ersten Tag nen Sonnenbrand bekommen will. An dem ersten Tag zeigte sich dann auch, dass der Lonely Planet recht hat und hier wenig Backpacker unterwegs sind. Hauptsächlich sind hier ältere Europäer und auch einige Inder. Das ist aber zum entspannen ganz angenehm, im Norden würde ich nämlich vor lauter Musik nachts nicht schlafen können und außerdem das 2-4 fache für ein Zimmer bezahlen. Und ich brauche jetzt vor allem erstmal ein wenig Ruhe. Party kann ich noch genug in Südostasien feiern.
Den darauffolgenden Tag habe ich dann fast komplett am Strand verbracht und mein Buch weiter gelesen.
An Heiligabend wollte ich dann ursprünglich ein Motorrad / einen Roller mieten. Da das mit der Enfield wieder nicht geklappt hat (ich weiss nicht ob ich zu doof oder wegen der letzten Tage in denen ich krank war einfach nur zu schwach war), ich habs einfach nicht hinbekommen die zu starten. Und da es dann für einen Roller zu spät wurde habe ich den Tag wieder am Strand verbracht. Aber auch schon einem Vermieter bescheid gesagt, mir einen Automatikroller für den nächsten Morgen fertig zu machen.
Am nächsten Morgen bin ich dann auch zeitig auf und nach dem Frühstück direkt zum Vermieter. Aber natürlich war der Roller noch nicht fertig. Naja, ist halt Indien. Ich habe dann erstmal meinen Kram fertig gemacht und bin dann 25 min später nochmal hin. Dann musste ich auch nur noch 10 min warten und ich hatte einen betanken Roller und auch einen Helm. Damit bin ich dann los nach Panaji, der Hauptstadt Goas. Der Weg war auch recht einfach und gut ausgeschildert, aber für die 35-40 Km habe ich dann doch über eine Stunde gebraucht. Der Verkehr in Indien und auch die Straßenverhältnisse sind ja abenteuerlich und daher bin ich recht langsam gefahren. Und nach ein wenig fragen und rumgeeier habe ich dann auch den Stadtkern gefunden. In Panaji erkennt man noch die Kolonialgeschichte, es gibt sehr viel portugisiesche Architektur. Neben einem Spaziergang entlang einiger Straßen gibt es dann aber auch nicht so viel zu sehen und ich bin nach dem Mittagessen weiter Richtung Old Goa. Dies war vom 16. bis 18. Jahrhundert die Hauptstadt von Goa. Damals, vor ca. 500 Jahren lebten hier mehr Menschen als in London oder Lissabon zu der Zeit. Was von dieser glorreichen Zeit noch übriggeblieben ist sind einige Kirchen. Die Stadt wurde um 1830 verlassen, da die Einwohner mit Malaria und Cholera zu kämpfen hatten. Von Old Goa bin ich dann wieder zurück nach Benaulim, dem Ort meines Guesthouses. Bei der Rückfahrt musste ich dann öfters fragen, die Straßen waren leider nicht ganz so gut ausgeschildert. Ich habe aber trotzdem ohne Umwege alles ganz brauchbar gefunden und war rechtzeitig vor Sonnenuntergang wieder zurück.
Am nächsten Tag war ja am Abend schon mein Zug zurück nach Mumbai. Ich habe dann morgens schnell zusammengepackt und bin nach einem frühen Mittagessen zum Bahnhof nach Margao. Dort habe ich mein Gepäck abgegeben und die Stadt erkundet. Zum Glück bin ich da recht spät hin, denn die Stadt war weder schön noch gab es viel zu sehen. Außerdem waren auch noch die meisten Geschäfte geschlossen, so dass ich mich eher gelangweilt habe. Immerhin war der Zug dann pünktlich (war ja nicht so schwer, da er von meiner Station losging). Im Zug habe ich dann einen Amerikaner getroffen, so dass zumindest wer da war zum unterhalten. Das war bei den vorherigen Zugfahrten ja nicht immer so gut.

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