Am nächsten Morgen gings wie gesagt schon um 6.30 uhr zum Treffpunkt für den Bus nach Pokhara. Der Bus war erstaunlich komfortabel. Leider dauerte die Tour wieder ewig und die Straßenverhältnisse waren wieder abenteuerlich. Man fährt die ganze Zeit irgendwelche total engen Passstrassen rauf und runter und alles ist voller Schlaglöcher. Daher habe ich für die gut 200 km inkl. Pausen auch gut 7 Std. gebraucht. Nach einem kurzen Stadtrundgang in Pokhara gings dann nur noch zum Abendessen.
Der nächste Tag begann dann mal wieder mit Autofahren. zum Glück nur eine Stunde. Anschließend begann dann die 6-tägige Trekkingtour. Der erste Tag war noch recht ruhig, mit 3 Stunden laufen und mittendrin eine lange Mittagspause. Außerdem gab es ja Träger, die die großen Rücksäcke tragen. Obwohl ich meinen auch selber tragen könnte, da ich ja 10 Kilo rausgepackt und in Pokhara gelassen habe. Aber das Schöne an einer organisierten Tour ist schon, dass man sich keine Gedanken über die Route oder das Gepäck machen muss.
Die nächsten Tage waren dann alle ziemlich ähnlich, wobei der zweite Tag der eigentlichen Tour der anstrengendste war, da wir an diesem Tag 1400 Höhenmeter überwunden haben. Die ganzen Tage sind Wir immer direkt nach dem Frühstück los und insgesamt zwischen 4 und 6 Stunden gelaufen. Zwischendrin war immer eine lange Mittagspause. Da wir immer relativ früh los sind, waren wir dann auch immer relativ früh am Tagesziel. Dabei war der Pfad schon manchmal abenteuerlich. Es gab ziemlich steile Stufen, haufenweise Stolperfallen und ständig sind kleine Bäche zwischen dem Pfad, mit viel Matsch. Und dann sieht man die Einheimischen enorme Lasten tragen und das nur mit Flipflops.
Die Tour führte die meiste Zeit durch Wald, teilweise dschungelähnlich. Zwischendurch sieht man dann immer die schneebedeckten Berge der Annapurna Region. Die Landschaft war dabei einfach toll und es war vor allem mal eine schöne Abwechslung zu den ganzen Städten und Straßen. Wobei ich doch zeitig festgestellt habe, dass Trekking nie eine meiner Lieblingsbeschäftigungen sein wird.
Insgesamt waren wir 7 Leute plus 2 Guides und 4 Träger, wobei sich die Gruppe jedoch nach 3 Tagen aufteilt. Ein Teil (4 Leute) geht zum Annapurna Base Camp und der andere Teil (inkl. mir) weiter in einem Rundkurs nach Pokhara. Ich bin damit eigentlich sehr zufrieden, da die Landschaft weiter unten (zwischen 1200 und 3200 Metern) wesentlich interessanter und es außerdem nicht so kalt ist. Zumal mal wieder keine Zimmer beheizt sind. Manchmal ist immerhin das Restaurant beheizt, aber die Guesthouses waren doch immer sehr basic, mit einfachen Zimmern (nur 2 Betten und ein Tisch), die teilweise mit nem einfachen Holzbalken von innen verriegelt werden. Außerdem gab es wieder ständig Stromausfälle. Man merkt dann mal wieder wie viele Sachen man doch als selbstverständlich hinnimmt, ohne diese wirklich zu schätzen, da die einfach immer da sind.
Am Tag als sich die Gruppe aufgesplittet hatte habe dann über den größten Teil der Strecke mein gesamtes Gepäck getragen, da ein Mädel starke Knieschmerzen hatte und daher bergab immer von einem der Träger getragen werden musste. Trotzdem war das der beste Tag, da das Wetter toll war und es grandiose Landschaften waren. Die Verletzung war auch einer der Gründe, warum wir die Tour einen Tag früher beendet haben. War für mich aber nicht so schlimm, da ich mir eh in Phokara noch ein paar Sachen anschauen wollte.
Am nächsten Tag haben ich und ein Mädel von der Trekkingtour uns dann Fahrräder ausgeliehen um ein wenig in der Gegend herumzufahren. Wir haben uns natürlich für die billigen Räder, die aus chinesischer oder indischer Produktion, entschieden. War nicht die beste Wahl, da die Räder eigentlich nicht gewartet waren. Meins hatte überall (beide Räder, Tretlager, etc) achten drin und die Bremsen haben so naja funktioniert. Daher haben wir dann auch nur einen Teil dessen gesehen, was wir sehen wollten, da das Fahrradfahren auf den Rädern nicht wirklich toll war.
Den Tag drauf (meinen letzten in Pokhara) habe ich mir dann noch die World Peace Pagoda auf der anderen Seite des Sees angeschaut und mein Buch fertig gelesen.
Am nächsten Tag ging es dann zurück nach Kathmandu. Das hieß also wieder 8 Stunden Busfahrt. Irgendwie habe ich die dann mit meinem Ipod und lesen auch rumbekommen und bin dann am Nachmittag in Kathmandu angekommen.
Tolle Bilder!
AntwortenLöschenGrüße unbekannterweise,
Mrs Khatri